Ein Einkommen trägt die Familie: Wie sichern wir es gegen Krankheit und Unfall ab?

Wenn eine Familie an einem Einkommen hängt, hängt daran ziemlich viel: die Miete oder die Kreditrate, das Essen, später die Ausbildung der Kinder, die Altersvorsorge. Und dann stell dir vor, dieses Einkommen fällt für Monate oder Jahre weg – wegen einer Krankheit oder nach einem Unfall. Für mich ist das eine der wichtigsten Fragen, die eine Familie klären sollte. Und gleichzeitig die, die am liebsten aufgeschoben wird.

Auf den Staat allein solltest du dich nicht verlassen

Viele denken: Wird schon irgendwie aufgefangen, wenn ich nicht mehr arbeiten kann. Nur ist die gesetzliche Erwerbsminderungsrente an strenge Bedingungen geknüpft, und sie fällt oft spürbar niedriger aus als das gewohnte Netto. Wer seinen Alltag mit dem vollen Einkommen kalkuliert, steht dann plötzlich mit deutlich weniger da – und der Lebensstandard rutscht ab.

Der Kern: die Berufsunfähigkeitsabsicherung

Sie zahlt dir eine feste monatliche Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Worauf es ankommt, ist die Höhe: Sinnvollerweise sollte die Rente deine laufenden Fixkosten decken und nicht nur ein Zubrot sein. Wie hoch das in deinem Fall ist, rechnen wir gemeinsam durch. Und auch hier gilt – je früher, desto besser. Wer jung und gesund abschließt, kommt meist leichter rein und zahlt weniger.

Und der Elternteil, der zu Hause alles am Laufen hält?

Diesen Punkt spreche ich in jeder Beratung an, weil er so gern vergessen wird. Wer sich um Haushalt und Kinder kümmert, verdient zwar kein Gehalt, hat aber sehr wohl einen wirtschaftlichen Wert. Fällt diese Person aus, muss vieles auf einmal bezahlt organisiert werden – Betreuung, Haushalt, der ganze Alltag. Deshalb lohnt es sich, nicht nur den Hauptverdiener abzusichern – welche Form dafür passt, hängt von deiner Familiensituation ab.

Was ich dir rate

Rechne einmal ehrlich nach: Wie lange würden deine Rücklagen ohne Einkommen reichen? Bei den meisten Familien sind es ein paar Monate, nicht mehr. Genau diese Lücke lässt sich schließen – aber eben vorher, nicht wenn es schon passiert ist. Lass uns gemeinsam schauen, was zu deinem Beruf, deinem Einkommen und deiner Familie passt und was du vielleicht schon über den Arbeitgeber abgedeckt hast.